Die Garten-Saison beginnt. Zeit zum Vorziehen.

Liebe Garten-Freunde und Fans der unverspannten Teil-Selbstversorgung,

es taut und die Zeit wird reif für die kommende Garten-Saison durch Vorziehen von Gemüsepflanzen vorzusorgen. Schon letztes Wochenende habe ich damit begonnen unsere Fensterbretter mit Anzuchtkäsen zu bestücken. Als Anzuchtkästen eignet sich eigentlich jegliche Verpackung, in die sich etwas Erde einfüllen lassen kann und die etwas Gieß-Wasser halten kann. Ich verwende alte Pappen, in denen Aufstriche aus dem Biogroßhandel drinstanden, Eierkartons, Plastikschälchen, in denen Champignons manchmal verpackt werden, aber auch gekaufte Anzuchtkartons (mittlerweile habe ich schon ein paar Zimmergewächshäuser wie dies hier von Romberg (Maße: 38x25x19 cm) mit lüftbarer Abdeckhaube verwendet) und Terrakotta-Töpfe sowie reguläre Blumentöpfe. Einen Teil meiner Fensterbrett-Anzucht sieht man im ersten Bild.

Ich habe in einer ersten Runde Spinat, Radieschen in Pappschalen gesät. In einen gekauften Zuchtkasten verschiedene Bohnen und Erbsen – zum Teil gekaufte Saat und zum Teil aus dem letzten Jahr gewonnene Saat. In einem größeren Saatkasten habe ich Rettich, Rot- und Spitzkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi und Sellerie gesät. Mangold- und Kopfsalat-Saat teilen sich einen Terrakott-Topf und weitere Saat stehen in kleinen runden Quelltöpfchen (*) Der Bepflanzungsplan des bisherigen Teils meiner Vorzucht ist im nächsten Bild skizziert.

(*) Eigentlich nicht so ökologisch, da sie aus Torf hergestellt sind. Besser man nimmt einfach Bio-Anzuchterde. Ich hatte die noch vom letzten Jahr, als ich noch nicht so genau bescheid wusste. Ich würde sie nicht wieder kaufen.

Paprika habe ich dieses Jahr nicht gesät. Damit muss man schon im Januar anfangen und auf eine Keimtemperatur von 25 Grad achten – sonst wird das nichts. Dieses Jahr habe ich darauf verzichtet, da ein Kollege die vorzieht. Es ist generell eine lohnende Strategie sich die Aufzucht verschiedener Gemüsesorten zu teilen. Ich werde beispielsweise voraussichtlich Tomatenpflanzen abgeben, da ich allein 7 Sorten Tomaten vorziehe, das sind die Zahnradtomate, Balkon-Star und Money-Maker, Martine, Hellfrucht, runde Murmel und eine unbekannte Sorte von Freunden. TJ hält mich ja für übertrieben, aber ich wollte eben verschiedens ausprobieren und habe außerdem vor neben den Tomaten für das Gewächshaus auch verschiedene Sorten im Freiland zu pflanzen. Dazu eignet sich z.B. Money-Maker, Matina und die unbekannte Sorte. Balkon-Star kommt nur auf den Balkon. Der Rest kommt eben ins Gewächshaus bzw. in noch zu bauende Unterstände im Garten. Mit der Vorzucht der Tomaten fange ich dieses Jahr erst Ende Februar an, da mir die Pflanzen, die ich letztes Jahr schon Mitte Februar anzog zu dünntriebig wurden.

In einer nächsten Runde ziehe ich in noch weiteren Saatkästen, die TJ günstig bekommen hat Wirsing, Eichblattsalat, weiteren Kopfsalat, Blumenkohl, Rotkohl und Weißkohl vor. Noch mehr Gemüsesorten ziehe ich dann erst Anfang bzw. Mitte März vor, wenn die ersten  kälteresistenteren Pflänzchen dann in die Frühbeete im Garten wandern. Mal sehen wie das diese Jahr so klappt.

Selbst wenn kein Garten da ist, habe ich in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit Radieschen, Pflücksalat und Tomaten auf dem Fensterbrett gemacht. Besser ist sicher ein Gartenstück. Da Gärtnern zumindest in Hamburg „in“ wie schon lange nicht ist, empfehle ich bei nicht vorhandenem Garten einfach an einem Gemeinschaftsgartenprojekt teilzunehmen, wenn Lust zum Gärtnern besteht. In Hamburg finden zur Vernetzung von Gartenprojekten und Leuten ohne mit Leuten mit Garten gleich mehrere Veranstaltungen statt. Eine etwa nächste Woche am Sonnabend, den 25. Februar in der Werkstatt 3 im Nernstweg 32-34. Wie es der Zufall will gehöre ich zu den Organisatoren 🙂 Schaut mal hier hin oder kommt am besten vorbei.

Wer nicht aus Hamburg kommt – kein Problem, es gibt in vielen Städten Initiativen – oder man pachtet sich einfach einen Schreber-Garten oder ein sonstiges Grundstück.

Ich wünsche euch allen eine ertragreiche und freudvolle Garten-Saison 2012 – ganz ohne künstlichen Dünger und sogenannte Pflanzenschutzmittel.

Wer ’nen Buchtipp gebrauchen kann:

Dieser Beitrag wurde unter DIY, Ernährung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.