5 Gedanken am Freitag – KW 2 2017

Liebe Leser,

oh ha! Ausgerechnet ein Freitag der 13. and dem ich meine Serie: 5 Gedanken am Freitag wieder aufnehmen möchte – aber da ich ja nicht abergläubisch bin, nehme ich das mal als positives Omen – oder so ähnlich 😉 5 Gedanken am Freitag ist eine Liste von 5 Sachen, die mir diese Woche ein- oder aufgefallen sind, die ich cool, interessant, bedenkenswert fand oder die mir Spaß gemacht haben. Viel Spaß!

  1. Mehr Fokus mit … dem Handy in schwarzweiß. Seit Anfang Dezember verwendet ich jetzt mein Smartphone in schwarzweiß. Es lenkt mich weniger ab und ich greife seltener „einfach nur mal so“ zur kleinen Farbbombe und kann mich besser auf meine Arbeit, meine Gespräche, „auf alles andere“ konzentrieren – außerdem ist es immer wieder ein Anlaß mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Und: es gibt mir das Gefühl ein Held aus einem der 50er Jahre Science-Fiction-Filme zu sein. Wer es ausprobieren mag: hier sind Anleitungen: iOS/iPhoneAndroid. Viel Spaß damit!
  2. Kartenspielen: together apart. Installiert euch Skat LITE von ISAR für das iPhone oder Android. Dann stellt euch einen Laptop daneben, verbindet euch mit euren Freunden per Skype – so könnt ihr dann auch miteinander sprechen. Dann könnt ihr euch noch euren Lieblingsbrowser mit folgenden Videos öffnen: 1) Kaminfeuer: sichtbar, für die gemütliche Optik; 2) Bar Sound als Hintergrundbeschallung und 3) Jazz-Musik als Hintergrundmusik. Schon etwas nerdig, aber sehr unterhaltsam. Sich in der Realität, z.B. mit Kollegen nach der Arbeit hinzusetzen und 10,11 Runden zu kloppen ist natürlich immer noch besser!
  3. Artikel der Woche: Der zerstörerische Traum vom Fortschritt von Niko Peach. Was soll ich sagen? Genau genommen gehen mir Weltuntergangsbeschwörungen auf die Nerven. Gleichzeitig kann man die Botschaft, dass ein endlicher Planet kein unendliches Wachstum hergibt auch nicht in den Wind schlagen. Peach schlägt immer wieder einen Rückbau der Produktion vor, was zu einer 20 Stunden Woche kombiniert mit Eigenarbeit in der Freizeit zu einem menschlich würdigeren Leben und dazu führen soll, dass sich auch Norden und Süden der Welt wieder mehr auf Augenhöhe begegnen können. Schöne Idee und gleichzeitig mangelt mir diese Visionen an positiver Strahlkraft. Ein bessers Verständnis zwischen Nord und Süd ist ja schön, gleichzeitig ist mir das allein immer noch zu pessimistisch und vor allem unkonkret. Wie soll das gehen? Es ist aus meiner Sicht typisch für uns Europäer die Zukunft eher pessimistisch, tiefgrün und ohne große Visionen darzustellen. Was ist nur mit den Menschen seit der Aufklärung geschehen? Denn auch die Amerikaner sind zwar noch optimistisch, aber das ebenfalls recht unkonkret? Mehr Wachstum von was, wohin? Grob gesprochen scheinen mir die Europäer nur zu hoffe, es ginge irgendwie weiter und beten dabei die Natur als neuen Gott an, während  die Amerikaner hoffen, es werde irgendwie besser und beten dazu den Markt als neuen Gott an. Die Menschen im 18. Jahrhundert hatten es weißgott nicht einfacher als wir heute und hatten aber immer eine ganz konkrete Zukunftsvorstellung – die Vorstellung einer besseren Zukunft. Da kommt mir die Darstellung der Freizeitvorteile sogenannten positiver ökologischer Zukunftsvisionen eher bemüht, wenn nicht gequält daher. Wie genau stellen sich diese Vorteile konkret da? Und welche Rolle spielt dabei die Technologie? Sollten wir uns nicht z. B. von alten Mamutstrukturen (Beisiele: zentrale Kanalistation, Wasser- und Energieversorgung, Großstädte, Riesenfabriken) verabschieden und uns mit Hilfe von Miniaturisierung für lokalere, kleineren und technisch besseren Lösungen einsetzen? (z.B. moderne TinyHouses, lokaler Produktion via 3D-Drucker). Und uns nebenher auch die Möglichkeit geben/schaffen uns mit großen Visionen auseinanderzusetzen: Was ist mit Marsmission? Oder der Verlängerung der Lebensdauer? Ich würde ja gerne Niko Peach mit Peter Thiel und John Oliver kreuzen, dann hätten wir vielleicht eine schlagkräftigen Propheten.
  4. Serienempfehlung: Wer sich nach der Peach-Lektür lieber in eine zukünftige Welt stürzen möchte, die zwar auch nicht problemlos ist – was ja auch todlangweilig wäre – dem kann ich die Serie: The Expanse empfehlen. Ich glaube, dass ist die beste Science-Fiction-Serie seit Firefly. Wer beide nicht gesehen hat und sich für Science-Fiction interessiert, hat jetzt etwas zu tun 🙂 Seit ich über die Ferien die Gelegenheit hatte ein paar Folgen von The Expanse zu sehen überlege ich mir ernsthaft dafür Amazon Prime Instant Video anzuschaffen. Ist wirklich extrem gut umgesetzt und beschreibt ein Science-Fiction-Szenario, dass ein ganze Stück realisitischer ist, als Star Trek, Star Gate, Star Wars, Dune u.v.m.
  5. Zitat über das ich in der letzten Woche nachgedacht habe: “There are two ways to get enough. One is to continue to accumulate more and more. The other is to desire less.” C.K. Chesterton

Danke für’s Lesen und ein schönes Wochenende wünsche ich  euch allen!

Frank

Was man durch Sparen erreichen kann.

Finanzielle Unabhängigkeit wird immer als etwas Schwieriges und Mystisches vertanden. Nähern wir uns dem Thema mal etwas anders als sonst. Vergessen wir dazu einmal für den Moment, dass man für angelegtes Geld Zinsen erhält. Man kann nun allgemein sagen, dass wenn man pro Jahr

5% spart, dann kann man nach 19 Jahren ein Jahr frei machen.
10% spart, dann kann man nach 9 Jahren ein Jahr frei machen.
20% spart, dann kann man nach 4 Jahren ein Jahr frei machen.
25% spart, dann kann man nach 3 Jahren ein Jahr frei machen.
33% spart, dann kann man nach 2 Jahren ein Jahr frei machen.
50% spart, dann kann man nach 1 Jahr ein Jahr frei machen.

Interessant wird es jetzt: Spart man

60%, dann kann man nach einem Jahr Arbeit 1,5 Jahre frei machen.
75%, dann kann man nach einem Jahr Arbeit 3 Jahre frei machen.
80%, dann kann man nach einem Jahr Arbeit 4 Jahre frei machen.
90%, dann kann man nach einem Jahr Arbeit 9 Jahre frei machen

Regulär zahlen wir die Hälfte von 18,7% Rentenbeiträgen und die andere Hälfte zahlt unser Arbeitgeber.
Nach circa 42 Arbeitsjahr (von 25 bis 67) ist dann genug gespart, sodass wir bis zu unserem Lebensende (durchschnittlich aktuell: 79,9 Jahre), also noch circa 23 Jahre finanziert sind.

Ohne Zinsen etc. hätten wir – eingedenk der oben dargestellten Prozentzahlen – bei 20% sparen eigentlich nur 10,5 Jahre „frei“ erarbeitet. Wir erhalten jedoch weniger Rente als Gehalt.

Sparen wir nun selbst mehr und legen dies effizient an, so können wir inklusive zu erwirtschaftender Zinsen deutlich früher in Rente gehen.

Sparen wir beispielsweise 2/3 (also 66%) unsere Nachsteuereinkommens, so erreichen wir nach 10 Jahren Arbeit 20 Jahre finanzielle Unabhängigkeit – ohne Verzinsung. Inklusive Verzinsung von 4% erhöht sich die Reichweite um circa 10 weitere Jahre – also insgesamt 30 Jahre. Das ist die „Magie“ des Zinsenszinseffektes!

Ihr müsst euch also fragen, inwieweit ihr gewillt seid euer ganzes Leben zu arbeiten, nur um sich viele Produkte mit geringer Haltbarkeit leisten zu können oder, ob ihr nicht lieber intelligent lebt, weniger Geld braucht und dann viel früher gar nicht mehr arbeiten müsst.

Wenn ihr noch in der Ausbildung seid oder studiert oder damit gerade durch seid: verfallt nicht kurz danach direkt der Mittelschichtstrance und gebt direkt den Großteil euer Lebenseinkünfte für Haus, Möbel, Auto, Elektronik und Urlaube aus. Sondern meditiert etwas länger darüber: immerhin seid ihr aktuell noch einen frugalen Lebenstil gewohnt – noch. Und solange das so ist und so lange ihr das so aufrechterhalten könnt, sollte eine Sparrate von 50% für die wenigsten ein Problem sein.

Zu ersten praktische Beispielen findet ihr hier: Wann bin ich finanziell unabhängig?

Erweiterte Version der ursprünglich am: 24. Mai 2012 @ 06:30 veröffentlichten Version.

2 Tipps für mehr Erfolg mit Vorsätzen

Hallo Leute!

egal, ob es um Vorsätze im Allgemeinen oder um Neujahresvorsätze im Speziellen geht: es gibt Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass ihr euch Ziele besser erreicht.

Über zwei Dinge, die meiner Meinung nach hilfreich sind, spreche ich in diesem YouTube-Video. Es ist btw das erste Video, dass ich im Rahmen diese Blogs veröffentliche. Ich hier habt viel Spaß damit!

Inhalt. In diesem Video erzähle ich von zwei Tipps, die mir selbst geholfen haben Vorsätze so zu formulieren, dass ich sie auch einhalten kann. Es geht 1) um Dr. Gail Matthews Studie zum Thema Strategien um Ziele zu erreichen und 2) das SMART-Konzept zur Formulierung von Zielen.

Quellen:
(1) Link zur Studie von Dr. Gail Matthews: http://www.dominican.edu/dominicannews/study-highlights-strategies-for-achieving-goals
(2) Link zum SMART-Konzept auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/SMART_(Projektmanagement)\

Erste Veröffentlichung am: 30. Dez 2015 @ 20:21

Sinnenfreuden

Sehen, Hören, Gleichgewicht, Fühlen, Schmecken und Riechen – ungefähr diese sechs Sinne verschaffen uns Zugang zu unserer Umwelt – von unangenehmen Wahrnehmungen bis zu Sinnenfreuden. Unsere Fähigkeit, körperliches Vergnügen zu empfinden – nicht nur Unzüchtiges! – ist eine einfache Quelle von Freude, die nichts kosten muss.

Kinder sind ihren körperlichen Empfindungen häufig noch näher als Erwachsene, die abseits der Körperwahrnehmung oft stundenlang in starrer sitzender Haltung verbringen (müssen). Wir können uns aber erinnern: Erinnert ihr euch an eure Zeit im Sandkasten? Habt ihr dann auch gerne eure Hände und Arme tief im Sand vergraben und dabei gemerkt, wie der obere Sand an warmen Tagen recht warm, manchmal sogar heiß und trocken war und wenn man tiefer grub, langsam kühler und feuchter wurde? Ich habe das häufiger gemacht und fand den Wechsel zwischen warm und kalt herrlich!

Wenn ihr gelegentlich an Wochenenden spazieren geht, dann achtet einmal bewusst auf eure körperlichen Empfindungen – die Wärme, die den Körper durchdringt, wenn die Sonne im Sommer scheint oder die eisige Kälte, die langsam durch die Öffnungen in eurer Kleidung dringt. Oft sind unsere Empfindungen das Wetter betreffend ablehnend: es ist geradezu ein Sport, es immer zu kalt, zu warm, zu feucht oder zu hell zu finden. Und klar: das Wetter nervt auch oft und es geht auch nicht darum, das zu ignorieren. Aber, wenn es nicht stört, dann nehmen wir uns selten bis nie die Zeit, seine Qualität richtig wahrzunehmen und versagen uns damit die Chance auf eine kleine, ganz kostenlose Sinnenfreude. Nehmt euch einmal Zeit, draußen die frische Luft oder die Helligkeit am Morgen oder die Dämmerung am Abend zu würdigen, indem ihr euch für einen Augenblick darauf konzentriert: schaut euch die Straßen, die Häuser, die Mitmenschen oder die Pflanzen an und nehmt deren Farben und Formen wahr. Mir ist, als ich als Student durch Münster spazierte, so einmal nach fast 2-jährigem Aufenthalt in der Stadt aufgefallen, dass die Hauswand meines Wohnhauses hellrosa wahr. Und das Haus daneben türkis. Man kann die Wahrnehmung der Umwelt verstärken, indem man z.B. barfuß läuft, die Jacke öffnet oder sich kurz hinsetzt und sich umseht. Manchmal wird das nervige Wetter bzw. die Umgebung auch zu unrecht ignoriert oder man kann das eigene unmittelbare Empfinden durch eine kurze Handlung unmittelbar verbessern.

Ihr könnt auch jetzt gleich etwas tun, wenn ihr mögt. Sitzt oder steht ihr bequem? Wie fühlt sich der Stuhl unter euch an oder der Boden unter den Füßen. Schließt einen Augenblick die Augen und fühlt in euch hinein. Massiert euch ggf. ein wenig das Gesicht oder die Finger und Hände. Wie hell ist es? Wenn es euch z.B. zu dunkel ist, tut euren Augen etwas Gutes und macht euch eine Lampe an – das muss ja nicht gleich für die ganze Wohnung gelten. Oder, ist es zu hell? Dann stellt eine Lampe aus oder dunkelt den Raum etwas ab, indem ihr die Jalousie oder den Vorhang vor das Fenster zieht. Wie fühlt sich die Luft beim Atmen an? Ist sie frisch? Falls, nein, dann öffnet doch das Fenster für eine Minute weit. Wenn ihr schon dabei seid: stellt euch ans Fenster und schaut, was vor sich geht. Atmet ein paar Mal ein. Wenn ihr nicht zuhause seid: dann geht kurz vor die Tür, sofern das möglich ist, und macht dasselbe. Eure Füße sind kalt? Ein guter Zeitpunkt, die Wollsocken der Tante einmal anzuziehen. Ihr sitzt in einem Auto oder in der Bahn? Fühlt, wie sich euer Schwerpunkt anfühlt, wenn ihr bremst, beschleunigt (werdet) oder die Richtung wechselt und schaut, was alles in der Umgebung an euch vorbeizieht – und sei es nur ein Licht in einem U-Bahn-Tunnel.

Der Buddhist oder Psychologe mag das vielleicht Achtsamkeit nennen, der andere vielleicht „im Moment Leben“, ich möchte es hier als Sinnenfreude bezeichnen: Hedonismus für Geizhälse 🙂

Neben der kleinen Übung von oben: überlegt euch doch hin und wieder, welche kostenfreie Sinnenfreude ihr euch genehmigen könnt: Singen unter der Dusche? Meditieren? Spazierengehen? Ein Tier streicheln? Die Hände, Füße oder den Kopf eurer Freundin/eures Freundes massieren? Habt ihr schon einmal bemerkt wie weich Ohrläppchen sind? Auch Unterhaltungen mit Freunden, Familienmitglieder oder gar Fremden kann sehr erfreulich sein! Und anderen zuzuhören kann auch andere Vorteile mit sich bringen: Freundschaft, Aufmerksamkeit und Hilfe. Tut dazu am besten euer Telefon zur Seite, am besten aus dem Blickfeld, denn selbst, wenn es aus sein sollte, kann es euch immer noch ablenken – genauso wie Fernsehgeräte. Erwägt alternative Möglichkeiten zu Bar- und Restaurantbesuchen für Treffen. Nicht selten entstehen gerade auf Spaziergängen sehr viel interessantere Gespräche. Im Studium war das noch viel selbstverständlicher, aber es ist gar nicht so schwer einen Bekannten, Freund/in oder Familienangehörigen dazu zu überzeugen – zumindest manche 🙂

Es ist nicht nötig, dass Sinnenfreuden rein gar nichts kosten. Schaut doch einmal, wie es sich anfühlt, wenn ihr ein Stück Himbeerkuchen oder auch ein Stück Schokolade esst, indem ihr nur kleinste Happen davon nehmt oder, wenn ihr eine kleine Cola über eine halbe Stunde verteilt genießt: so lassen sich Momente länger auskosten und auch kleinere Genüsse zu kleinen dekadenten Erlebnissen erweitern.

Alle Jahre wieder … Strategien um mit Weihnachten umzugehen.

Ich kann Shoppen nicht leiden. Und ein Freund von sinnlosem Konsum bin ich auch nicht. Aber jemanden eine Freude zu machen, macht auch mir viel Spaß. Dafür das Richtige zu finden, ist aber nicht unbedingt einfach: vor allem, wenn man nicht dafür sorgen will, dass der Kampf des Beschenkten gegen die häusliche Unordnung noch aussichtsloser wird. Außerdem will ich auch nicht unendlich viel Zeit mit dem Aussuchen verbringen. Hier also meine Strategien und Geschenkideen.

Strategien

  1. „Nicht-Angriffs-Pakt“: Die ideale Lösung. Mit Bekannten, Freunden, Familienmitgliedern absprechen, sich nichts als gemeinsame Zeit zu schenken -wenn überhaupt 😉
  2. Den Weihnachtsstress auf einen Tag beschränken. Das Parkinsonsche Prinzip besagt, dass sich eine Aufgabe immer in die für sie zur Verfügung stehende Zeit ausdehnt. Umgekehrt lassen mit etwas Diziplin und Kreativität viele Aufgaben in einem nicht unsinnig kurzen, aber deutlich beschränkten Zeitintervall erledigen. Um sich also nicht tagelang zu stressen, kauft man nur an einem Tag Weihnachtsgeschenke: einfach nur am 23. oder 24. – je nachdem, welcher Tag gerade ein Wochentag ist. Hat bei mir schon diverse Male geklappt. Im Prinzip bleibt nur weniger Zeit, eh irrelevante Schenkalternativen zu erwägen. Und: zur Not muss man etwas kreativ werden und spontan ein Buch aus dem eigenen Bestand verschenken …
  3. Antizyklisch Geschenke und Weihnachtsutensilien einkaufen. Vor Weihnachten ist es überall voll. Und, es wird so viel gekauft wie sonst zu keiner anderen Zeit. Und, dreimal dürft ihr jetzt raten, zu welcher Zeit Preise besonders hoch sind. Korrekt: VOR Weihnachten. Sicher ist euch umgekehrt schon aufgefallen, dass gerade Weihnachtsschokolade und -gebäck nach Weihnachten oft nur 10-20% soviel kostet, wie vor Weihnachten. Das gilt auch für diverse andere Waren – wenn auch etwas weniger extrem. Fakt ist jedenfalls: NACH Weihnachten sind viele Preise niedriger. Ich kaufe daher Weihnachtssachen einfach direkt NACH Weihnachten.
  4. Nicht-schenken-Liste. Es gibt Geschenke, die über Jahre herumgereicht werden. Ich nenne hier keine Beispiele, aber ich denke, das kennt fast jeder. Also: Hand auf’s Herz: schreibt eine Nicht-schenken-Liste, also Dinge, die ihr nicht haben wollt und stellt sie jedem zu, der euch etwas schenken will. So lassen sich unliebsame Ereignisse wie: „Ähh, habe ich dir das nicht vorletztes Jahr zum Geburtstag geschenkt… ?!“, sowie unnötige finanzielle Transaktionsverluste durch Wiederverkauf auf Ebay vermeiden.
  5. Sich etwas zusammen schenken. Das bekomme ich nicht jedes Jahr hin. Aber gerade zu Weihnachsten bietet es sich an, der besseren Hälfte und sich etwas zusammen zuschenken. Wir brauchen z.B. dringend einen neuen Staubsauger und Kühlschrank … aber JH will doch etwas „Netteres“ – also bin ich damit (noch) nicht durchgekommen, obwohl ich die zwei Geräte schon nett fände, aber wir haben da eben Differenzen. Ich werde dranbleiben 🙂

Geschenkideen

Wenn es nicht mehr zu verhindern ist …

Hier ein paar Denkrichtungen sowie konkrete Geschenkbeispiele dazu, die ich für sinnvoll halte:

  1. Ordnung schenken. Davon hat fast jeder zu wenig. Zum Beispiel in Dingen, die wir täglich mit uns herumtragen. Wer kennt das nicht, dass sich in Rucksäcken, Handtaschen und auch Jackentaschen immer wieder nach Tagen oder gar Wochen Dinge anfinden, die man schon abgeschrieben hat. Um diese Dinge beisammen und in Ordnung zu halten bietet sich das GRID-IT Organisationssystem von Cocoon an. Ich selbst habe den mittelgroßen in blau-schwarz. Kann ich sehr empfehlen. Seitdem gerät nichts mehr am Grunde meines Rucksacks in Vergessenheit: es hat ja seinen Platz! Wer mit weniger Platz auskommt, für den gibt es ein kleineres Modell. Und wer mehr Platz braucht, für den gibt es ein größers Modell.
  2. Anregungen zum Minimalismus schenken. Ganz klar: simplify your life: Einfacher und glücklicher leben. Es gibt auch seit Oktober 2016 eine neue Auflage. Ich habe dazu ein Interview mit Werner Tiki Küstenmacher gesehen. Er hat viele Anregungen und Feedback seiner Leser eingearbeitet. Sehr gut geeignet als Geschenk.
  3. Wissen schenken. Bücher haben viele Vorteile. Liegen aber physisch herum. Und ich bin trotz monatelagen Aussortierens immer noch nicht auf einem für mich akzeptablen Bestandsniveau angekommen. Mehr dazu hier. Aber über mein Audible Hörbuch-Abo freue ich mich in der Tat sehr. Das Probe-Abo zu meinem Lieblingspreis von 0,- EUR kann man sich auch gut selbst schenken.
  4. Genuss schenken: Dinge, die wir alle gerne hätten, die wir uns aber mit Blick auf die zu enge Haushaltskasse im Alltag eher versagen. Das kann z.B. ein gutes Olivenöl ab 10,- EUR pro Liter sein wie etwa dieses hier von der Insel Kreta. In diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung könnt ihr nachlesen, worauf ihr achten müsst. Ein guter Wein erfüllt denselben Zweck. Ebenso wie edler Tee z.B. Matchatee.
  5. Ökologischer Ablasshandel: Für den kleinen Geldbeutel kann das z.B. eine Nalgene-Trinkflasche sein. Ich habe mich vor zwei Jahren sehr über diese hier gefreut. Wer mehr ausgeben will, dem sei die Wurmkiste empfohlen.
  6. Selbsterkenntnis schenken: Wer schafft es schon, täglich Tagebuch zu schreiben, um so dem Sturm an Gedanken etwas Ordnung zu geben? Mit dem 5-Minuten-Tagebuch lässt sich das bewerkstelligen. Es lassen sich so persönliche Erfahrungen, Gedanken und Erfolge dokumentieren und in jeden Tag kurze Momente der Ruhe und Reflexion einbauen.
  7. Etwas Selbstgemachtes schenken: Wenn ihr etwas gut könnt, dann haut rein! Ich finde z.B. Stricksocken super – allerdings nur, wenn ich die nicht jedes Jahr bekomme. Wir verschenken gelegentlich Honig, Tomatensauce von eigenen Tomaten oder auch Gewürze und Kräutertee. Aber auch das geht nicht jedes Jahr und nicht an jeden.
  8. Wer schon alles hat. Für die, die wirklich schon alles haben oder nichts mehr wollen, für die kann man immer in ihrem Namen noch spenden: z.B. für den Regenwald oder Ärzte ohne Grenzen – inklusive Urkunde.

Auch gut: zu Weihnachten gemeinsam den Besitzstand durchgehen und in Erinnerungen schwelgen – und dabei gleich ein paar Sachen aussortieren 🙂

So, ob mit oder ohne Geschenke: ich wünsche euch eine frohe Weihnachtszeit.

Euer Frank

Nur noch heute kostenlos: Permakultur und Hühner (Englischer Film)

Ein wirklich liebenswerter und auch sehr informativer Film über die Haltung kleiner oder auch größerer Mengen von Hühnern im Permakulturstil. Von Abundant Permaculture mit Justin Rhodes, Joel Salatin, Pat Foreman und andere.

Nur noch heute (So, 4. Dez. 2017) umsonst hier zu sehen. Falls ihr den verpasst habt, lohnt es sich aber auch den Film zu kaufen (59 Dollar, verdiene ich nichts dabei). Gerade wer vorhat Hühner zu halten oder jemanden kennt, der das gern möchte.

Generell ist die Seite abundantpermaculture.com und der zugehörige YouTube-Channel von Justin Rhodes sehr empfehlenswert mit vielen tollen Videos wie Permakultur praktisch mit der ganzen Familie funktionieren kann.

Hörbuch-Rezension: Das 4-Stunden-Startup: Wie Sie Ihre Träume verwirklichen, ohne zu kündigen

In letzter Zeit haben es mir die Hörbücher von audible angetan. Hörbücher sind eine prima Ergänzung zu Büchern bzw. E-Books: man kann einfach nicht überall gut lesen – z.B. im Stehen in der Bahn, beim Training oder beim Aufräumen. Ein weiterer Vorteil: gehörte Inhalte kann man sich leichter merken als gelesene. Das ist umso besser, wenn man plant, die Inhalte aus einem Buch auch praktisch auszuprobieren.

Ich selbst versuche mich seit einigen Jahren als nebenberuflicher Gründer und höre und lese immer wieder gerne neue hilfreiche Bücher zu dem Thema. Ich habe in den letzten Tagen „Das 4-Stunden-Startup: Wie Sie Ihre Träume verwirklichen, ohne zu kündigen “ von Felix Plötz gehört, dass ich euch hier vorstellen möchte.

Als erste fiel mir die Ähnlichkeit zum Titel „Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben “ von Tim Ferriss auf und ich fragte mich: liefert der Titel überhaupt etwas Neues? Ich sage Nein. Tim Ferriss zeigt, wie man seinen Job in „4 Stunden“ erledigen kann, um mehr Zeit für anderen Dinge zu haben. Felix Plötz hingegen zeigt, wie man neben dem Beruf in „4 Stunden“ ein eigenes Projekt betreiben kann. Allerdings bezweifle ich, dass die Namenswahl zufällig war und sicher geholfen hat, an den Erfolg von Tim Ferriss Buch anzuknüpfen.

Der Autor beginnt mit einigen Beispielen, darunter seine eigene Geschichte: Er machte sich in Teilzeit mit Spritspartrainings selbstständig. Dass es nicht allein um Profit gehen muss, zeigt z.B. Kinderlachen, ein Projekt, das 2.000 mit einer 1.000-Euro-Spende für Weihnachtsgeschenke für Kinder begann und mittlerweile zu einer anerkannten Kinderhilfsorganisation gewachsen ist. Die Beispiele zeigen, dass es ist möglich die „Eigentlich müsste man mal…“-Phase zu überwinden und zu starten. Und, der anschließende Weg in die Vollzeitselbstständigkeit ist zwar möglich, aber optional.

Wie kommt nun von der vagen Ideen zur Geschäftsideen und ins praktische Tun? Dafür stellt uns Plötz das Startup-Thinking-Ansatz vor.

Der Startup-Thinking-Ansatz: vom Wollen zum echten Machen

Wo sich deine Talente mit den Bedürfnissen der Welt kreuzen, da ist deine Berufung.

– Aristoteles.

Startup Thinking liefert eine strukturierte Herangehensweise für die Entwicklung eines eigenen unternehmerischen Projekts. Es hilft herauszufinden, ob sich genügend Menschen dein Produkt oder deine Dienstleistung begeistern können. Das Modell erinnert mich an eine vereinfachte Version des Customer Development Process aus dem Handbuch für Startups von Steve Blank und Bob Dorf.

Auf dem Weg zum eigenen 4-Stunden-Startup gilt es drei Hürden zu überwinden.

  1. Finde ein Thema, das dich begeistert und fang an.
  2. Beziehe die Umwelt, also potentielle Kunden, so früh wie möglich mit ein.
  3. Prüfe, ob deine Idee genügend andere Menschen begeistert.

Wenn du nicht anfängst, wird niemals etwas entstehen. Plötz erklärt, wie wichtig es ist, in der Schnittmenge aus eigenem Interesse und den Bedürfnissen anderer nach einer Idee zu suchen und zu starten. Interessiert deine Idee nur dich, bleibt sie ein Hobby. Wenn deine Idee andere, aber nicht dich interessiert, begibst du dich in ein fremdbestimmtes Leben, was kaum zu nachhaltigem Erfolg führen dürfte. Wenn du deine Umwelt sehr spät oder nie mit einbeziehst, wirst du nicht erfahren, ob das, was du tust, jemanden interessiert und gehst das Risiko ein, Schiffbruch zu erleiden. Er veranschaulicht das am Beispiel der Grafikagentur, bei der er seine erste Homepage in Auftrag gegeben hatte: statt ein paar grobe Entwürfe anzufertigen und ihn bald zu fragen, ob sie ihm grundsätzlich gefielen, wollte der Grafiker alles perfekt machen – was letztlich dazu führte, dass er nie einen Entwurf zu Gesicht bekam. Man erfährt zwar nicht, was mit der Grafikagentur passiert ist, aber sofern sie ihre Methodik nicht verändert hat, ist es sehr gut möglich, dass sie nicht mehr am Markt ist. Es wird jedenfalls klar: solange du deine Ideen niemandem zeigst, wirst du nie erfahren, wie groß das Interesse daran ist.

Zur Überwindung der Hürden hilft das Startup-Thinking-Modell, das wie eine Zwiebel aufgebaut ist:

Der Kern ist das Problem. Frage: Was ist das Problem und wer hat es?

Die 1. Schale ist die Lösung. Frage: Wie sieht eine gute Lösung aus?

Die 2. Schale bildet das tragfähige Konzept: Einnahmen, Ausgaben und Weg zum Kunden. Fragen: Wie erreiche ich Kunden? Wie viel muss ich ausgeben, um die Lösung zu realisieren und zu meinen Kunden zu bringen? Und: wie viel kann ich für diese Lösung verlangen?

Zum Kern und zu jeder Schale gehört jeweils ein Realitätscheck, der jeweils so früh wie möglich ausgeführt werden sollte. Mit dem Realitätscheck vermeidet man zu viel Zeit und Geld für die Entwicklung von Lösungen zu verlieren, die das Problem nicht lösen. Mir hat an dieser Stelle die Betonung der Wiederholung, oft Iteration genannt, gefehlt. Selten erreicht man im ersten Schritt schon die ideale Lösung. Man kann sich ihr aber Schritt für Schritt nähern. Nach jeder Wiederholung kann man vom potentiellen Kunden Feedback einholen und damit in der nächsten Wiederholung den bisherigen Entwurf verbessern und dann wieder den Kunden befragen. So hat man die beste Chance, eine Idee entweder früh zu verwerfen oder auf eine gute Lösung zu kommen.

Das Problem ist der Kern. Der Kern ist das Problem.

Plötz legt dar, wie wichtig es ist, es zu verstehen, dass der Kern einer Idee ein Problem ist. Daher ist die erste relevante Frage bei einer Geschäftsidee auch nicht: „Gibt es das nicht schon?“. Denn diese Frage lenkt von der Grundfrage „Was ist das Problem?“ ab und führt ggf. zu aufwändigen Lösungen, die keiner haben will. Ich will das an einem Beispiel erläutern, das nicht aus dem Buch stammt, um nicht zu viel daraus zu verraten: Webvan war ein Startup, das 1996 gegründet wurde und dessen Ziel der Vertrieb von Lebensmitteln über das Internet war. Ohne zu prüfen, wie potentielle Kunden auf das Angebot reagieren, wurden mehr als 800 Millionen Dollar in den Aufbau einer Logistik-Infrastruktur investiert. Als sich dann herausstellte, dass es keinen ausreichend großen Markt für das Angebot gab, ging Webvan 2001 pleite und gilt heute als größter Dot-Com-Flop der Geschichte. Möglicherweise hat sich der Markt mittlerweile gewandelt, denn Amazon geht aktuell mit derselben Idee erneut an den Start. Plötz hat weitere Beispiele im Angebot, die veranschaulichen, wie gefährlich es sein kann, auf einen frühen und gründlichen Realitätscheck zu verzichten.

Die erste Frage sollte also nicht lauten „Gibt es das schon?“, sondern: „Was ist das Problem und wie wird es augenblicklich gelöst?“. Denn gibt es bisher gar keine Lösung für eine Sache, so sind die Chancen hoch, dass es da eigentlich gar kein Problem oder dass dessen Potenzial überschätzt wird und daher auch keine (neue) Lösung benötigt wird.

Das geschäftliche Potenzial entsteht im Schnittpunkt von Grundproblem und den Problemen mit der aktuellen Lösung. Hat man ein Problem identifiziert, dessen aktuelle Lösung vielen Menschen regelmäßig auf die Nerven geht, und bietet die eigene Lösung substanzielle Vorteile gegenüber der bisherigen, so ist man auf dem richtigen Weg.

Einfachheit ist der Schlüssel.

Insbesondere am Anfang. Ich will das an einem weiteren Beispiel veranschaulichen, das ebenfalls nicht aus Plötz‘ Buch stammt: Nick Swinmurn, Gründer von Zappos, ein Online-Schuhhändler, wusste ursprünglich nicht, ob sich Schuhe über das Internet verkaufen würden. Das Kundenproblem ist: „Ich brauche Schuhe“. Die aktuell verfügbare Lösung war: „Ich gehe ins Schuhgeschäft, probiere dort unter der Aufsicht des Schuhverkäufers zig Paare an und nehme dann eins mit, das mir gefällt“. Swinmurn musste also herausfinden: löst „Schuhe im Internet bestellen“ ein Problem mit der bisherigen Lösung? Rückblickend gibt ihm der Erfolg recht. Meiner Meinung nach gibt es mehrere Probleme mit Schuhgeschäften: es gibt nur eine beschränkte Auswahl, es kostet Zeit und es erfordert z.T. anstrengende Interaktion mit Verkäufern. Vermutlich gibt es noch mehr Gründe. Was hat Swinmurn nun getan, um zu prüfen, dass seine Lösung ankommt?

Statt mit viel Geld eine Logistik und ein Lagers mit diversen Schuhen in allen möglichen Größen aufzubauen. Stattdessen baute er ein sogenanntes minimal funktionsfähiges Produkt (Englisch: minimal viable product oder MVP): er setzte eine simple Webseite auf, fotografierte die Schuhe in Läden seiner Gegend und bot diese online zum Verkauf an. Immer wenn ein Schuh bestellt wurde, kaufte er das Paar bei einem der lokalen Händler und verschickte es dann an seinen Internetkunden. Klar, zu Anfang verdiente er an den verkauften Schuhen nicht viel, aber er ging fast kein Risiko ein. Und er konnte seine Kernthese: „Schuhe verkaufen sich über das Internet“ so testen. Erst als klar wurde, dass seine Ideen funktionieren würde, investierte er in eigene Schuhe.

Gut gefallen hat mir auch Plötz‘ Argument, warum Geld in der Regel kein Problem beim Entwickeln eines eigenen Startups ist: denn sobald man eine aussichtsreiche Idee hat, bietet man auch Investoren eine Lösung für ein Problem, dass ihnen Schmerzen bereitet – nämlich eine Möglichkeit, ihr Geld aussichtsreich anzulegen.

Toolbox und erste Schritte im eigenen Projekt

Im Teil „Toolbox“ stellt der Autor Werkzeuge und Dienstleister vor, die den Projektstart erleichtern. Darunter ist Software für den Aufbau und die Gestaltung einer eigenen Homepage, Werkzeuge für das Schalten von Werbung, Dienstleister für die Unterstützung bei Routineaufgaben sowie Marktplätze für den Einkauf und den Vertrieb. Gerade in der Hörversion ist dieser und auch der letzten Teil des Buches über die „Formalitäten“ von Gründungen, recht langatmig. Zur Auflockerung wären in diesen Teilen mehr Geschichten gut gewesen. Die Teile kommen mir zu sehr wie Aufzählungsliste daher. In „Toolbox“ fehlen mir sinnvolle Verknüpfungen – also Ideen dafür, wie man die Werkzeuge kombinieren könnte. Das Kapitel bietet Anregungen, aber keine Anleitung. An der Stelle gefällt mir Faltins Buch „Kopf schlägt Kapital “ und das in ihm vorgestellte Modell für die Gründung mit Komponenten besser. Es zeigt, wie man Werkzeuge sinnvoll kombinieren kann. Man ist nach dem Teil „Toolbox“ informiert, aber auch erschöpft. Leider gibt es im letzten Teil keine Entspannung – im Gegenteil. Es geht um die zwar notwendigen ab sehr trockenen Themen der Rechtsform, der Gewerbeanmeldung, der Steuer sowie weiterer Rahmenbedingungen. So rechte Freude hat man beim Hören nicht, was aber zugegeben nicht nur am Autor als auch an der Materie selbst liegt. Eine Abschlussgeschichte sowie ein Ausblick darauf, wie es mit den Werkzeugen und den Formalitäten weitergehen kann, wäre schön gewesen.

Fazit

Alles in allem wird das 4-Stunden-Startup seiner Mission, zu allen relevanten Schritten auf dem Weg von der Idee zur ersten Umsetzung etwas zu sagen, gerecht. Mir gefällt insbesondere, dass Plötz viele häufig genannte Einwände entkräftet. Dies sind z.B. „Man muss zum Unternehmer geboren sein.“ oder „Man muss ganz oder gar nicht gründen“, „Man braucht (sehr) viel Geld, um zu gründen.“ Oder „Man muss ständig auf der Hut sein, dass niemand einem die eigene Idee klaut.“. Mir gefallen auch die Erläuterungen des Startup-Thinking. Das von Plötz dargestellte Modell ist einfacher als der Customer Development Process und daher für den Anfang geeigneter. Eine gute Ergänzung wäre hier eine Checkliste, die bei der Umsetzung zur Hand genommen werden kann. Mich hat das Buch inspiriert und überzeugt, dass eine erfolgreiche Gründung neben dem Beruf nicht nur möglich, sondern aus vielen Gründen auch ratsam ist. Insbesondere glaube ich, dass diese Idee vielen Noch-nicht-Gründern eine zentrale Angst nimmt und damit den Unternehmergeist stärken kann: dass man nicht ganz-oder-gar-nicht-selbstständig sein muss, sondern sehr gut sowohl arbeiten als auch gründen kann.

Dazu passend …

Ich finde, dass sich zusätzlich zum 4-Stunden-Startup gut Faltins Buch „Kopf schlägt Kapital “ hören lässt. Wer noch einen Schritt weitergehen will, greift zusätzlich zum Handbuch für Startups von Steve Blank und Bob Dorf. Es widmet sich mit vielen Checklisten der praktischen Gründung. Das Buch gibt es jedoch nur als Buch bzw. E-Book.

Die Mittelschicht aus archäologischer Sicht

Ich bin diese Woche auf ein interessantes Buch gestoßen, zudem auch eine Reihe von Kurzvideos gehört. Es geht, um das Buch Life at Home in the Twenty-First Century: 32 Families Open Their Doors von Jeanne E. Arnold. Leider ist es nur auf Englisch verfügbar, aber das Buch lebt von den vielen Bildern.

Kurzbeschreibung

Das Buch handelt vom Leben der amerikanischen Mittelschicht aus archäologischer Sicht. Viele der gewonnenen Erkenntnisse lassen sich meiner Meinung nach aber 1:1 auf europäische Familien übertragen. Vieles kam mir bekannt vor. Die gezogenen Schlüsse aber nicht unbedingt. Für das Buch haben Ethnoarchäologen sich das Leben von 32 amerikanischen Familien angeschaut und so analysiert, als handelte es sich dabei um eine archäologische Untersuchung. In den Videos findet ihr Auszüge aus dem Inhalt. Weiter unten habe ich 2 Dinge hervorgehoben, die ich im Buch interessant fand und zu jedem Video ein paar Aspekte herausgegriffen, die ich bemerkenswert fand und was ich daraus für Schlüsse ziehe.

Ich bin gespannt auf eure Meinung zu dem Thema!

Hier die Videos.

Trailer

Teil 1: Sachen

Teil 2: Lebensmittel

Teil 3: Wohnräume

Zum Buch

Im Buch wird bilderreich das moderne Mittelschichtsleben untersucht. Es wird dargestellt, wofür die Familien ihre Zeit einsetzen und wie sich durch die Besitztümer, ihre Anordnung und die finanziellen Investitionen in die unterschiedlichen Räume die Werte, Wünsche und Vorstellungen widerspiegeln. Die Außenperspektive ist augenöffnend.

Zwei Sache aus dem Buch

Nicht im Video, sondern im Buch sieht man, dass es in US-Haushalten offenbar viel mehr persönliche und Familienbilder gibt. Das habe ich für meinen Teil so in europäischen Haushalten selten erlebt. Ebenfalls ist es interessant, die Häuser im „natürlichen Zustand zu sehen. Hier bekommt man die meisten Wohnungen ja erst dann zu sehen, wenn sie aufgeräumt wurden. Was sich u.a. nicht in den Videos findet ist die Feststellung, dass offenbar die Toleranz für Unordnung der Bewohner eines Haushaltes oft an der Kühlschranktür zu erkennen ist: je stärker die Kühlschranktür vollgehängt ist, also mit Gutscheinen, Kinderbildern, Postkarte, Magneten, Bons etc., umso größer war die Toleranz für Unordnung. Also, wenn ihr irgendwann mal wieder irgendwo eingeladen seit und den Kühlschrank seht, wisst ihr wie stark man sich auf euren Besuch vorbereitet hat – oder nicht 🙂

Zu den Videos

Das ist, was ich interessant fand, was sich auch in den Videos findet.

  1. Zum Video Sachen. Das moderne Haushalte regelmäßig 10.000 und mehr Gegenstände umfassen ist ja nicht neu, auch nicht, dass das erheblich mehr ist, als z.B. noch vor 30 Jahren. Dass, das aber zu einem großen Teil Spielsachen sind, und dass sich in den US-Haushalten 40% der weltweit verfügbaren Spielsachen befinden, fand ich schon enorm. Spielsachen – häufig nicht nur die der Kinder, sondern auch der Eltern bestimmen das häusliche Erscheinungsbild. und erwecken damit eine kindliche Stimmung. Viele Spielsachen werden aus nostalgischen Gründen aufgehoben. Auch jeder Erwachsener befindet sich so ständig in der Vergangenheit und der (eigenen) Kindheit. Ob eine Gesellschaft so erwachsen sein kann, frage ich mich. Auch interessante und bedenklich fand ich, dass sich die häufige Unordnung in einem dauerhaft gesteigertem Level von Stresshormonen bei denen auswirkt, die sich für die Ordnung Zuhause verantwortlich fühlen – das ist immer noch meist die Frau. Ein weiteres Argument dafür den eigenen Bestand zu überdenken.
  2. Zum Video Lebensmittel. Ich habe ja schon häufiger gehört wie groß die Packungsgrößen in den USA sind. Darin unterscheiden sich Deutschland, vielleicht auch Europa von den USA – oder nicht? Das nicht selten der neue sparsame Kühlschrank nicht wirklich für Einsparungen sorgt, habe ich schon oft beobachtet: der alte Kühlschrank kommt einfach in den Keller oder die Garage und wird auch voll gefüllt. Das sich das sowohl auch Kosten, als auch auf die Gesundheit (Fertiggerichte, Fett, Zucker, Salz) auswirkt, kann man sich einfach vorstellen. Es ist aber auch verständlich: wenn – wie dargestellt – in einer Mittelschichtsfamilie beide Elternteile voll arbeiten müssen, damit es finanziell klappt – nicht selten mit zwei Jobs, dann ist es klar, dass für Einkaufen etc. nur wenig Zeit bleibt, und, wenn man dann nur alle 1-2 Wochen einkaufen geht: dann werden es automatisch große Packungen. Und, wenn man dann nicht so viel Lust auf ein bestimmtes Gericht hat und dann von jeder zweiten Großpackung immer etwas übrig bleibt, stehen irgendwann zwei Kühlschränke, Eisschränke und Regale voll.
  3. Zum Video Wohnräume. Diesen Teil fand ich am interessantesten. Besonders die Beschreibung und Interpretationen der Raumeinrichtung war für mich augenöffnend. Wenn die Küche i.d.R. der hauptsächliche Aufenthaltsraum ist, das Kommandozentrum des Hauses sozusagen, warum ist sie dann nicht normalerweise viel größer? Klar, dass wird bei so manchen Neubau und vielleicht auch nicht seit gestern berücksichtigt, aber oft, sind Küchen auch verhältnismäßig klein, z.B. bei uns Zuhause: wir sind in der Tat nur sehr selten in unserem Wohnraum. Trotzdem die Küche so klein ist, sind wir dort nach dem Schlafzimmer Zuhause am häufigsten. Eigentlich sollten die Räume genau die umgekehrten Größenverhältnisse aufweisen. Das wäre logisch. Ich will das jedenfalls für eine zukünftige Behausung berücksichtigen. Auch ist das Badezimmer häufig viel zu klein, gerade, wenn man bedenkt, dass dort morgen jeder aus einem Haushalt einmal rein muss. Eine weitere interessante Beobachtungen ist, dass die Schlafzimmer oft einen repräsentativen Charakter habe und – neben dem privatem Badezimmer – wenn es denn vorhanden ist, sehr kostspielig und wie ein Spa gestaltet sind. Das Schlafzimmer ist der Rückzugsort der Eltern, dort hat man Ruhe und i.d.R. weniger Unordnung. Mir bewusst zu machen, dass das Bedürfnis sich etwas Gutes zu tun sehr leicht in hohen sehr hohen Ausgaben resultieren kann, war für mich bemerkenswert. Ich werde mir versuchen das für die Zukunft zu merken und mich entweder im vollen Bewusstsein dafür, aus heutiger Sicht, aber lieber gegen zu hohe Ausgaben zu entscheiden.

Ich finde, dass Life at Home in the Twenty-First Century: 32 Families Open Their Doorseine gute Lektüre war und sich auch als Geschenk gut eignet ggf. Diskussionen mit inbegriffen 🙂

Nein-Sagen, Fokus und die 5/25-Methode

Don’t say ‚yes‘, if you really mean ’no‘ – Sage nicht ‚Ja‘, wenn du eigentlich ‚Nein‘ meinst. Das war der Titel eines Aufklärungsbuches aus den 70ern Jahren. Was für Sex und Intimität gilt, kann auch auf diverse andere Themen übertragen werden, denn viele von uns sagen viel zu schnell und viel zu oft „Ja“, wenn wir eigentlich „Nein“ sagen wollen oder sollten. Der Hang zur Konformität ist tief verwurzelt: wir wollen gefallen, wir wollen beliebt sein und nichts ist dabei einfacher, als jemandem einen Gefallen zu tun, also auf eine Bitte oder eine Frage mit „Ja“ zu antworten. Das gilt auch und besonders für Lebensentscheidungen:

3 Fatale „Ja“s in meinem Leben.

  1. „Ja“. Ich habe 2003 begonnen Chemie zu studieren. Ich schnell gemerkt, dass ich damit wenig anfangen kann. Eigentlich interessierten mich Physik, Medizin und Wirtschaft mehr. Letztlich hat es fast 5 Jahre gekostet, bis ich mit einem Bachelor abschloss. Parallel hatte ich zum Glück schon so viele ECTS für einen Master in Bioinformatik gesammelt, dass ich mit relativ geringer Verzögerung mit der Abschlussarbeit beginnen konnte. Letztlich hat mich das „Ja“ zu diesem Fach und die Dauer, bis ich „Nein“ dazu sagen konnte sehr viel Zeit und Nerven gekostet.
  2. „Ja“: 2008 gründete ich mit einem Kollegen eine Firma. Gleichzeitig baute ich für den Lehrstuhl Software und half im Forschungslabor – ich wollte unbedingt noch vor dem Master eine Veröffentlichung haben. Mich nicht für eines dieser Projekte und gegen alle übrigen zu entscheiden, hat mich den unternehmerischen Erfolg und die Veröffentlichung gekostet. Die Software für den Lehrstuhl war okay aber begeistert hat sie niemanden. Auch hier wären 1-2 klare „Neins“ sehr nützlich gewesen.
  3. „Ja“. 2013 wollte ich nur meinen Folientunnel bewässern. Die Herausforderung war, dass wir keine Stromversorgung im Garten haben. Statt einfach mit dem Nachbarn zu sprechen und ein Kabel herüberzulegen oder nur eine simple gravitations- und batteriebetriebene Lösung zu bauen und zu kaufen, ließ ich mich beflügelt von meiner für Programmierung, Elektronik und Unabhängigkeit von industriellen Lösungen dazu hinreißen mir einen Raspberry Pi, samt externem Display, Kamera, Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren und solarer Stromversorgung zu kaufen. Letztlich habe ich alle Teile Mitte 2015 für einen Bruchteil der Neupreise wieder verkauft. Nicht wenige der Komponenten hatte ich nicht einmal ausgepackt

Ich denke, dem vielen „Ja“-Sagen liegt das Bedürfnis zu Grunde ein guter und leistungsfähiger Mensch sein zu wollen und nichts verpassen zu wollen. Man ist aber nicht weniger wert, wenn man nicht alles macht, was man tun könnte. Nur weil man sich für eine Sache begeistern kann, von der man hört oder liest, muss man sie nicht gleich selbst machen. Für mich ist gerade das letzte entscheidend!

Letzte Woche habe ich „Nein“ gesagt.

Letztes Wochenende war ich mit Freunden von JH auf der Hanseboot, einer Messe über Yachten. Die beiden Freunde haben eine Yacht, mit der sie ab Mitte des nächsten Jahres eine lange Tour machen wollen. Meine Begeisterungsfähigkeit hätte mich leicht dazu bringen können, Pläne zu schmieden ein eigenes Boot zu kaufen. Stattdessen habe ich mir zwar gestattet, mir vorzustellen wie es ist, aber den Trieb, direkt einen Plan zum eigenen Boot zu entwickeln, unterdrückt. Stattdessen habe ich mir überlegt, welche Einrichtungselemente aus dem Boot zu meinem Wohnwagen passen könnten oder die Wohnung auf minimalistischem Wege wohnlicher machen würden. Die Vorstellung, ein Boot zu haben, habe ich genossen und war aber froh, am Abend nicht stundenlang nach Booten recherchiert zu haben, sondern diese Geschichte für diesen Artikel aufgeschrieben zu haben. Das ist für mich Fokus!

Wenn man ein Ziel verfolgt, kann es absolut entscheidend sein, im richtigen Moment zu widerstehen und nicht „Ja“, sondern „Nein“ zu sagen.

Das gilt so auch im größeren Maßstab für unser ganzes Leben.

Mit 54,9 Milliarden Dollar Privatvermögen ist Warren Buffett einer der reichsten Menschen der Welt und der erfolgreichste Investor aller Zeiten.

Auch wenn wir nicht alle so reich werden müssen – oder wollen – wie Warren Buffett, so haben wir jedoch Grund zu der Annahme, dass Buffet es exzellent versteht, seine Zeit einzusetzen. Von einem monetären Standpunkt aus betrachtet, setzt er seine Zeit besser ein als jeder andere.

Was glaubt ihr? Ist man erfolgreicher und am Ende mit dem Ergebnis zufriedener, wenn man gleichzeitig versucht zwei Unternehmen aufzubauen, eine Familie hat, Sport treibt, einen Film dreht, bloggt und ein Buch schreibt und sich als Freelancer betätigt oder nur eins von allen diesen Dingen betreibt? Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand: sowohl Erfolg als auch Zufriedenheit hängen zu einem erheblichen Grad von der Aufmerksamkeit und dem Fokus ab, den wir einer Sache widmen. Wie kommt man aber nun von dieser eher abstrakten Einschätzung in die Praxis? Buffet hat dafür die sogenannte 5/25-Methode popularisiert, die ich euch jetzt vorstellen möchte.

Die 5/25-Methode

Schritt 1: Schreibe deine Top-25-Karriereziele auf.

Wenn euch keine 25 Karriereziele einfallen, tun es auch weniger. Ihr könnt die Liste dann einfach mit kurzfristigeren Zielen auffüllen  – z. B. Dingen, die ihr in den nächsten oder diesem Jahr, zur Not auch in den nächsten Monaten erreichen wollt.

Schritt 2: Identifiziert eure Top 5

Das sind die Dinge, die ihr unbedingt wollt, Dinge, Fähigkeiten, Positionen oder sonstige Ziele, die euch wirklich am Herzen liegen. Malt einen Kreis jeweils um jedes der Top-5-Ziele, die ihr am liebsten erreichen wollt.

Schritt 3: Zwei Listen

Ihr habt jetzt zwei Listen: eine Liste mit euer Top 5 und eine Liste mit 20 Zielen, eure Top 6-25.

Die erste Liste ist eure „Ja“-Liste. Was macht ihr mit eurer „Ja“-Liste? Ihr fangt jetzt an und arbeitet auf eure Top-5-Ziele hin.

Aber, was macht ihr nun mit den restlichen 20 Zielen? Das ist nicht etwa eure Reserve-Liste, nein, es ist eure „Nein“-Liste. Sie repräsentiert alles, wozu ihr selbst viel zu leicht „ja“ sagt. Daher müsst ihr sie vermeiden! Um jeden Preis! Koste es was es wolle! Ihr werdet euch keinem einzigen Ziel auf dieser Liste widmen, solange ihr nicht mindestens eines der Top-5-Ziele erreicht habt!

Warum ist es so wichtig, dass ihr euch gerade vor diesen 20 Zielen besonders in Acht nehmt? Weil sie das größte Potential haben, euch ständig abzulenken und euch am leichtesten dazu bringen, eure Top-5-Ziele nich zu erreichen. Es ist unmöglich, sich auf 25 Ziele zu konzentrieren und auch mehr als 5 sind extrem unrealistisch: Verarscht euch nicht selbst: wenn ihr euch nicht wirklich konzentriert und den Fokus haltet, werdet ihr auch in 6 Monaten immer noch im „Eigentlich würde ich gerne mal“-Stadium befinden!

Meine Top 5 sind:

  • Downsizing: Reduktion von Besitz, Wohnfläche, Müll. Reduktion von Themen, Tätigkeiten und Konzentration auf das, was mir Freunde macht.
  • Investieren: Ich interessiere mich seit vielen Jahren für Geldanlagen und füge dem theoretischen Interesse seit 20011 praktische Erfahrungen am Aktien- und Anleihen-Markt sowie mit P2P-Portalen hinzu. Ich entwickele seit vielen Monaten eine Excel-Anwendung für die Bewertung von Wertpapieren und meines Portfolios. Vor kurzen habe ich Warren Buffets Biographie als Hörbuch zu Ende gehört und lese aktuell Luenbergers Investment Science und Graham und Dodds Die Geheimnisse der Wertpapieranalyse im Wechsel.
  • Publizieren: Schreiben / Bloggen / gelegentlich ein Video. Ich blogge seit einigen Jahren auf verschiedenen Plattformen und experimentiere aktuell mit längeren Texten sowie Video.
  • Unternehmertum: ich habe das Glück, dass mein augenblicklicher Job darin besteht, ein Produkt zu entwickeln und die Vermarktung zu organisieren: Customer Development im Sinne Dorfs und Blanks Handbuch für Startups. Ich würde es als Intrapreneurship bezeichnen. Ich lerne irre viel. Ich kann nur jedem, der nicht direkt gründen will oder kann, empfehlen, in ein Startup zu gehen und ein eigenes Projekt zu forcieren.
  • Fitness: Seit mehr als 2 Jahren trainiere ich 2-4 Mal pro Woche (aktuell Laufen und Maximal-Kraft-Training), dusche nahzu ausschließlich kalt und pflege einen überwiegend veganen Ernährungsstil und baue  seit 5 Jahren einen Teil meiner Lebensmittel an – wobei ich letzteres in den nächsten Jahren etwas reduzieren werde.

Was sind eure Top 5?

„Before the Flood“ frei im Internet anschauen – bis 6. November 2016

Man kann sich sicher darüber streiten, ob ein Hollywood-Star wie Leonardo DiCaprio ein glaubwürdiger Uno-Klimabotschafter sein kann. Sehenswert ist der Film „Before the Flood“ dennoch: DiCaprio nimmt uns mit auf eine Reise rund um Globus und zeigt uns dabei die Stätten, von denen der Klimawandel ausgeht und Orte, an denen die Wirkungen schon heute deutlich zu spüren sind. Die Botschaft ist klar: der Klimawandel kommt nicht, er ist schon da.

Ich bin persönlich pessimistisch, was die Zukunft des Menschen angeht, halt aber eine Mäßigung des eigenen Verbrauchs dennoch für eine anständige und eine saubere Sache: wenn wir vielleicht schon nicht die Welt langfristig sauber halten können, so doch vielleicht unser Leben und unseren Geist.

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