5 Gedanken am Freitag – KW 2 2017

Liebe Leser,

oh ha! Ausgerechnet ein Freitag der 13. and dem ich meine Serie: 5 Gedanken am Freitag wieder aufnehmen möchte – aber da ich ja nicht abergläubisch bin, nehme ich das mal als positives Omen – oder so ähnlich 😉 5 Gedanken am Freitag ist eine Liste von 5 Sachen, die mir diese Woche ein- oder aufgefallen sind, die ich cool, interessant, bedenkenswert fand oder die mir Spaß gemacht haben. Viel Spaß!

  1. Mehr Fokus mit … dem Handy in schwarzweiß. Seit Anfang Dezember verwendet ich jetzt mein Smartphone in schwarzweiß. Es lenkt mich weniger ab und ich greife seltener „einfach nur mal so“ zur kleinen Farbbombe und kann mich besser auf meine Arbeit, meine Gespräche, „auf alles andere“ konzentrieren – außerdem ist es immer wieder ein Anlaß mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Und: es gibt mir das Gefühl ein Held aus einem der 50er Jahre Science-Fiction-Filme zu sein. Wer es ausprobieren mag: hier sind Anleitungen: iOS/iPhoneAndroid. Viel Spaß damit!
  2. Kartenspielen: together apart. Installiert euch Skat LITE von ISAR für das iPhone oder Android. Dann stellt euch einen Laptop daneben, verbindet euch mit euren Freunden per Skype – so könnt ihr dann auch miteinander sprechen. Dann könnt ihr euch noch euren Lieblingsbrowser mit folgenden Videos öffnen: 1) Kaminfeuer: sichtbar, für die gemütliche Optik; 2) Bar Sound als Hintergrundbeschallung und 3) Jazz-Musik als Hintergrundmusik. Schon etwas nerdig, aber sehr unterhaltsam. Sich in der Realität, z.B. mit Kollegen nach der Arbeit hinzusetzen und 10,11 Runden zu kloppen ist natürlich immer noch besser!
  3. Artikel der Woche: Der zerstörerische Traum vom Fortschritt von Niko Peach. Was soll ich sagen? Genau genommen gehen mir Weltuntergangsbeschwörungen auf die Nerven. Gleichzeitig kann man die Botschaft, dass ein endlicher Planet kein unendliches Wachstum hergibt auch nicht in den Wind schlagen. Peach schlägt immer wieder einen Rückbau der Produktion vor, was zu einer 20 Stunden Woche kombiniert mit Eigenarbeit in der Freizeit zu einem menschlich würdigeren Leben und dazu führen soll, dass sich auch Norden und Süden der Welt wieder mehr auf Augenhöhe begegnen können. Schöne Idee und gleichzeitig mangelt mir diese Visionen an positiver Strahlkraft. Ein bessers Verständnis zwischen Nord und Süd ist ja schön, gleichzeitig ist mir das allein immer noch zu pessimistisch und vor allem unkonkret. Wie soll das gehen? Es ist aus meiner Sicht typisch für uns Europäer die Zukunft eher pessimistisch, tiefgrün und ohne große Visionen darzustellen. Was ist nur mit den Menschen seit der Aufklärung geschehen? Denn auch die Amerikaner sind zwar noch optimistisch, aber das ebenfalls recht unkonkret? Mehr Wachstum von was, wohin? Grob gesprochen scheinen mir die Europäer nur zu hoffe, es ginge irgendwie weiter und beten dabei die Natur als neuen Gott an, während  die Amerikaner hoffen, es werde irgendwie besser und beten dazu den Markt als neuen Gott an. Die Menschen im 18. Jahrhundert hatten es weißgott nicht einfacher als wir heute und hatten aber immer eine ganz konkrete Zukunftsvorstellung – die Vorstellung einer besseren Zukunft. Da kommt mir die Darstellung der Freizeitvorteile sogenannten positiver ökologischer Zukunftsvisionen eher bemüht, wenn nicht gequält daher. Wie genau stellen sich diese Vorteile konkret da? Und welche Rolle spielt dabei die Technologie? Sollten wir uns nicht z. B. von alten Mamutstrukturen (Beisiele: zentrale Kanalistation, Wasser- und Energieversorgung, Großstädte, Riesenfabriken) verabschieden und uns mit Hilfe von Miniaturisierung für lokalere, kleineren und technisch besseren Lösungen einsetzen? (z.B. moderne TinyHouses, lokaler Produktion via 3D-Drucker). Und uns nebenher auch die Möglichkeit geben/schaffen uns mit großen Visionen auseinanderzusetzen: Was ist mit Marsmission? Oder der Verlängerung der Lebensdauer? Ich würde ja gerne Niko Peach mit Peter Thiel und John Oliver kreuzen, dann hätten wir vielleicht eine schlagkräftigen Propheten.
  4. Serienempfehlung: Wer sich nach der Peach-Lektür lieber in eine zukünftige Welt stürzen möchte, die zwar auch nicht problemlos ist – was ja auch todlangweilig wäre – dem kann ich die Serie: The Expanse empfehlen. Ich glaube, dass ist die beste Science-Fiction-Serie seit Firefly. Wer beide nicht gesehen hat und sich für Science-Fiction interessiert, hat jetzt etwas zu tun 🙂 Seit ich über die Ferien die Gelegenheit hatte ein paar Folgen von The Expanse zu sehen überlege ich mir ernsthaft dafür Amazon Prime Instant Video anzuschaffen. Ist wirklich extrem gut umgesetzt und beschreibt ein Science-Fiction-Szenario, dass ein ganze Stück realisitischer ist, als Star Trek, Star Gate, Star Wars, Dune u.v.m.
  5. Zitat über das ich in der letzten Woche nachgedacht habe: “There are two ways to get enough. One is to continue to accumulate more and more. The other is to desire less.” C.K. Chesterton

Danke für’s Lesen und ein schönes Wochenende wünsche ich  euch allen!

Frank

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