Angewandter Kapitalismus im Haushalt: das Putzplan-Spiel!

360px-Janitor's_bucket_with_mopEs ist gar nicht so einfach eine faire Verteilung der Hausarbeit zu erreichen. Finde ich zumindest. Und JH auch. Wir putzen / räumen und kaufen in unterschiedlichen Rhythmen ein und mal findet der eine, der andere hätte zu wenig gemacht und umgekehrt. Nicht wirklich dramatisch und gleichzeitig immer wieder Grund für unliebsame Diskussionen. Daher habe ich die Anregung eines Kollegen aufgegriffen und folgendes Putzplan-Spiel für uns ersonnen:

  • Für jede erledigte Haushaltstätigkeit erwirbt man Punkte. Unsere erste Punkteverteilung pro Aufgabe findet ihr hier: Putzplan-Spiel.
  • Die Punktzahl pro Aufgabe variiert mit der Person: wenn JH eine Aufgabe viel ätzender findet als ich, bekommt sie mehr Punkte. Die Anzahl derartiger Differenzen muss sich ausgleichen (Differenz der Punktzahl * Häufigkeit der Aufgabe), was immer wieder mal geprüft werden muss (alle paar Wochen). Die Idee dahinter ist Anreize zu geben auch einmal eine der weniger favorisierten Aufgaben zu erledigen. Sollte das nicht funktionieren und jeder mit einem jeweils anderen Aufgaben-Set auf Dauer zufriedener sein passen wir das Spiel vielleicht noch einmal an.
  • Aktuell machen wir noch Striche direkt neben den Aufgaben auf einem etwas breiteren Zettel. Das hat auch den Sinn zu schauen wie oft Aufgaben tatsächlich erledigt werden – so ungefähr. Da wir einander vertrauen, werden wir aber wohl zeitnah neben dem Zettel mit den Punkten einen weiteren mit unseren Kürzel hängen haben und einfach nach ereldigter Aufgabe oder am Ende des Tages eine aggregierte Summe notieren.
  • Am Ende der Woche / des Monats sieht man dann, wer „im Plus“ und wer „im Minus“ ist.

Wir machen das jetzt seid circa zwei Wochen und neben dem es tatsächlich Spaß macht sich mit Hausarbeit „etwas zu verdienen“, haben wir in der Tat weniger diskutiert. Es ist einfach klar, dass, wenn z.B. JH unter der Woche mehr geputzt hat, dass ich am Wochenende ran muss – oder umgekehrt.

Eine netter Zusatzeffekt: wenn jemand wirklich viel mehr Punkte gesammelt hat, als der andere, dann kann man sich vom anderen etwas wünschen: z.B., dass der andere nächsten Woche alle Einkäufe erledigt oder immer den Müll rausbringt oder für Sonnabend ein Candle-Light-Dinner organisiert 🙂

Alles in allem sind wir mit der Lösung aktuell zufrieden.

Es gibt übrigends das Haushalts-Managment auch Apps: Hier ein paar Beispiele nach Betriebssystem

Wir verwenden keine App, da JH aktuell kein Smartphone hat und ich aktuell den Overhead scheue. Vielleicht habe ich damit auch unrecht, dennoch probieren wir es erst einmal ohne Technik. Sollte sich da was ändern, lasse ich es auch wissen.

Wie sorgt ihr eine faire Verteilung der Hausarbeit?

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