Fasten – so mache ich es

Meine Fastenpraxis

Nicht aus religiösen und nicht nur aus gesundheitlichen Gründen versuche ich mindestens einmal im Jahr (intermittierend) zu fasten. Ich halte mich dabei in etwa an das Programm der Warrior Diät – allerdings nahezu vegan.

Konkret heißt das: ich faste nicht x-Tage, sondern jeden Tag 20 Stunden und esse in der Periode von 19-23 Uhr. Ab nächster Woche will ich das noch einmal ausweiten und zusätzlich einen oder auch zwei Tage nur alle 44-47 Stunden essen – also alle zwei Tage.

Ich mache das gerne im Frühjahr, in der Fastenzeit, da es in der Regel mehr Leute gibt, die es dann auch machen und man sich dann austauschen kann.

Ich trinke tagsüber Tee und Wasser mit Natron, damit die Magensäure nicht überschnappt – aber maximal 2 Gramm – da ich sonst zu viel extra Natrium aufnehme, was den Blutdruck erhöht. Gibt es für ein paar Euro in der Drogerie oder der Apotheke eures Vertrauens.

Wenn ihr das auch beginnen wollt, eignet sich meiner Meinung nach immer der Sonnabend zur Vorbereitung: was will ich Montag und Dienstag abends essen? Entsprechend einkaufen und Sonntag vorbereiten.

Meine unmittelbarsten Erfahrungen sind: verbesserte Aufmerksamkeit, drastisch verbessertes Hautbild nach wenigen Tage und besserer Schlaf. Ich fühle mich auch insgesamt fitter und gesünder. Wenn ich zusätzlich auf Süßigkeiten verzichte, dann habe ich sehr schnell einen anti-diabetischen Effekt: d.h. wenn ich nach z.B. 7 Tagen Süßigkeitenverzicht, wieder etwas Süßes esse, kann ich praktisch direkt Schlafen gehen.

Ich brauche immer ein paar Tage, bis ich mich so angepasst habe, dass der Sport genauso gut funktioniert wie beim regelmäßigen Essen. Das kalte Duschen kickt noch etwas stärker. Nach zwei Wochen sieht man auch was auf der Waage, wobei Gewichtskontrolle nicht die primäre Motivation für das Ganze ist. Ich habe das letztes Jahre 6 Wochen lang gemacht und vor zwei Jahren habe ich zusätzlich eine ganze Woche nichts gegessen – das bietet noch ein zusätzliches Spektrum an Erfahrungen: ich habe – besonders am 4. Tag noch nie so viele Dinge in so kurzer Folge geschmeckt. Hinzu kommt Euphorie am 4. und 5. Tag und danach eine große innere Ruhe. Die ersten 4 Tage waren aber auch hart.

Weitere Vorteile sind: ich mache mittags eine kürzere Pause und kann früher nach Hause gehen, ich produziere weniger Geschirr, ich habe weniger mit dem Ernährungsmanagement zu tun.

Ingesamt kann ich das nur zum Nachmachen empfehlen. Verzichten sollte man auf das Fasten dann, wenn man leicht an einem übersäuertem Magen leidet: dieser wird bei Unterbeschäftigung schlimmer.

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