Kurzstrecke: zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Auto – ein Vergleich.

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Verkehrsstau in Bangkok (Quelle: Wikipedia)

Erstaunlicherweise wird – längst nicht nur in Deutschland – ungeachtet der dafür anfallenden Kosten fast jede Strecke mit dem Auto zurückgelegt.

Gerade aber auf kurzen Strecken wirkt sich ein Geschwindigkeitsvorteil kaum vorteilhaft aus. 33% schneller zu sein hört sich nach viel an. Bei einem Zeitaufwand von 15 Minuten sind dies jedoch nur 5 Minuten.

Um in einer Stadt eine Strecke von 5 Kilometern zurückzulegen benötigt man zu Fuß eine drei viertel Stunde, Laufen dauert etwa 30 Minuten. Mit dem Fahrrad benötigt man circa 15 Minuten und mit dem Auto sind es selten weniger 10 Minuten: Fussweg zum Auto, Parkplatzsucher + weiterer Fussweg nicht notwendigerweise eingeschlossen.

Gerade in Großstädten ist die Verwendung eines Fahrrades oder der öffentlichen Verkehrsmittel gegenüber einer Autofahrt deutlich im Vorteil. In Hamburg etwa benötige ich mit dem Fahrrad für 5 Kilometer maximal 15 Minuten (*). Um eine vergleichbare Strecke mit dem Auto zurückzulegen sind im besten Fall 10 Minuten nötig. Tatsächlich sind es aufgrund des Verkehrs und der Ampeln und der Parkplatzsuche eher 15-20 Minuten realistisch. Während der Rush-Hour kann daraus leicht eine halbe Stunde werden: Das gilt insbesondere für die Strecke, die ich morgens und abends zurücklege: auf den Straßen stadteinwärts bilden sich nicht selten lange Autoschlagen. Auch die Fahrt mit dem Bus bietet sich da nicht an und die zur Bahn ist der Fußweg zu lang.

(*) Da ich mittlerweile seit vielen Monaten Strecke zwischen 5 und 8 Kilometern fahre, benötige ich für 5 Kilometer sogar meistens nur 12 Minuten.

Gibt es eine Bahnverbindung, so mag diese die höchste Geschwindigkeit bieten – wenn man nicht vorher und anschließend lange Laufen muss. Damit sich das finanziell lohnt ist jedoch eine Dauerkarte nötig und damit sich diese lohnt, muss es nötig sein diese Strecke viele Male im Monat zu fahren, damit sich der Preis rentiert.

Während der letzten Jahre bin ich in einer Arbeitswoche 10 Mal 5 Kilometer (z.T. auch mehr) mit dem Fahrrad gefahren: morgens 5km und abends 5km. Im Jahr sind das also rund 500 Mal. Unter Beachtung der o.g. Dauern in Minuten wäre der Gesamtzeitaufwand:

  • Zu Fuß: 375 Stunden
  • Mit dem Fahrrad: 125 Stunden
  • Mit dem Auto: 83,3 Stunden

Wenn man mit dem Auto – im besten Fall – zwar 33% schneller ist, macht das im Jahr nur einen Vorteil von circa 42 Stunden gegenüber einem Fahrrad aus – und das auch nur für den hyp

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