The New Nordic Diet – From Gastronomy to Health.

Auf coursera gibt es seit zwei Wochen einen Kurs zur „New Nordic diet„. Hier gibt es auch ein PDF, dass einen Überblick anbietet. Ich halte diesen Kurs für eine gute Gelegenheit mit den Themen:

  1. Online-Bildung und
  2. Ernährung

auf Tuchfühlung zu gehen.

Die Idee der New Nordic Diet

Die Idee der New Nordic Diet ist es eine Diät unter Befolgung von vier Parametern zu entwerfen:

  • Gesundheit (z.B. Prävention von Fettleibigkeit)
  • Gastronomisches Potential
  • Nordische Identität und
  • Ökologische Nachhaltigkeit

Kurse auf Coursera – mobile Bildung

Meldet euch auf coursera.org an. Schreibt euch in den Kurs „The New Nordic Diet – From Gastronomy to Health“ und fangt einfach an. Außer Wochenabschluß-Quizes gibt es keine besonderen Anforderungen. Das Thema ist einfach für sich selbst spannend und lädt – finde ich – zum Nachdenken und experimentieren an.

Falls ihr ein modernes Smartphone oder Tablet besitzt, dann ladet euch diese App herunter: für iPhone, für Android-Phones. Wenn ihr unter My Courses z.B. Week 1 ausgewählt habt, dann könnt ihr – sofern ihr euch daheim mit dem Telefon im WLAN befindet mit einem Klick auf den kleinen nach unten zeigenden Pfeil rechts neben den Lektionen die Lektionsvideos herunterladen – damit könnt ihr die Lektionen dann auch mit Kopfhörern überall anschauen – ohne euer MB-Kontigent für das mobiles Surfen aufzubrauchen.

Worum geht es im Kurs?

Schon zu Anfang wird darauf hingewiesen, dass die im Kurs explizit vorgestellte Diät sich zwar primär auf den nordischen Kulturkreis bezieht, die entwickelten Prinzipien aber so gestaltet sind, dass sich letztlich für jeden Ort eine lokale Diät entwerfen lässt. So hat etwa ein Unternehmer, der in einer der Vorlesungen zu Wort kommt z.B. fußend auf den Prinzipien auch eine bolivianische Diät entwickelt.

Eine Inhaltsangabe zum Wochenprogramm findet ihr hier: Programm mit Intro-Video.

Ich habe im Folgenden noch die 10 Gründsätze und das Manifest (aus dieser Quelle) übersetzt.

Die 10 Grundsätze sind:

  1. Mehr Obst und Gemüse jeden Tag (trotz gelegentlich gegenteiliger Äußerungen besteht nach wie vor ein positiver Zusammenhang zwischen Freiheit von Krebs und anderen Erkrankungen und einer erhöhten generellen Obst- und Gemüsezufuhr)
  2. Mehr Vollkornprodukte
  3. Mehr Meeres- und Seefrüchte
  4. Weniger und qualitativ hochwertiges Fleisch
  5. Mehr Lebensmittel aus der nahen Natur (z.B. Wildkräuter, Beeren etc.)
  6. Biologische Produkte, wann immer möglich
  7. Vermeidung von Nahrungsmittelzusätzen
  8. Mehr Gerichte, die auf saisonalen Produkten beruhen
  9. Mehr selbst-gekochte Gerichte
  10. Vermeidung von Abfällen

Das Manifest. Die Neue Nordische Diät muss:

  • die Reinheit, die Frische und die Einfachheit ausdrücken, die wir mit unserer Region assoziieren
  • den Wandel der Jahrezeiten in den Gerichten reflektieren
  • auf Bestandteilen basieren, die insbesondere in unserem Klima, unseren Landschaften und unseren Gewässern exzellent gedeihen
  • Schmackhaftigkeit mit unserem modernen Wissen über Gesundheit und Wohlbefinden kombinieren
  • die Diversität nordischer Produkte und nordischer Produzenten fördern und deren zugrundeliegende Kultur fördern
  • tierisches Wohlebefinden und nachhaltige Produktion in Gewässern, auf Kultur- und Wildnislandschaften fördern
  • Entwicklung neuer Anwendungen tranditionell-nordischer Lebensmittel
  • Kombination der besten nordischen Methoden zur Lebensmittelzubereitung und der kulinarischen Tradition und Implusen aus anderen Regionen der Welt
  • Kombination lokaler selbst-suffizienz mit regionalem Austausch hochwertiger Spitzenprodukte
  • Einladung von Konsumenten, anderer Lebensmittelhersteller, der Landwirtschaft, der Fischerei, kleiner und großer Lebensmittelindutrien, Einzelhändler, Großhändler, Wissenschaftler, Lehrer, Polikier und Behörden Partner eines Gemeinschaftsprojektes zu werden zum Nutzen und zur Freude der nordischen Region

Viel Spaß mit dem – wie ich finde – sehr spannenden Kurs!

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3 Kommentare zu The New Nordic Diet – From Gastronomy to Health.

  1. Achim sagt:

    Geile Sache, das kannte ich noch gar nicht. Tippfehler: schreibt sich courseRa.

    Bin gerade auch ein wenig auf dem Trip mit Obst und Gemüse und versuche mir das Zeugs gleich nach dem einkaufen so convenient wie möglich vorzubereiten, dass ich dann schnell mal was hinstellen kann so neben den Computer beim arbeiten z.B.

    Leider gibts im Frühjar oft nur die Wahl zwischen frisch oder exotisch.
    Heist dann gerade z.B. Erdbeeren aus Spanien, Ananas und solche Sachen.

    Ist ja echt son bisschen ne Durststrecke zwischen Februar und Mai..
    Bei Fisch habe ich auch immer ein bisschen ein schlechtes Gewissen, auch wenns gesund ist.

    • genughaben sagt:

      Moin Achim,

      merci, habe den Fehler ausgebügelt. Jo, ich mache da noch den Data Science Track der John Hopkins School of Bloomberg und Interactive Python. Also, wenn ich Zeit hab. Letzteren etwas detaillierter. Macht viel Spaß.

      Wie machs du das den mit der Obst-Gemüse-Convenience? Würde mich interessieren.
      Ich bin jetzt auch deutlich vegetarischer drauf. Fleisch gibt es maximal 1x pro Woche. Habe letztens Safrans „Tiere Essen“ als Hörbuch gehört und fand’s einfach nur krass. Wenn man dann noch überlegt, dass die konventionelle Fleischproduktion den größten Teil der Landwirtschaft stellt und damit für den größten Teil der Ressourcenverschwendung veranwortlich ist und dann auch noch dabei relativ ungesundes Zeug bei rauskommt, fragt man sich schon, warum das nicht verboten ist, die Massentierhaltung. Naja.
      Ich habe zwar bei dem bisschen Wurst und dem gelegentlichen Fleisch und Fisch auch noch ein schlechtes Gewissen, aber vielleicht lerne ich da mit der Zeit auch noch drauf zu verzichten. Omega 3 kann man eigentlich auch gut auf pflanzlichen Quellen gewinnen – wenn einem da nicht ein bestimmtes SNP (eine Genausprägung) fehlt, geht das genauso gut.

      Also wie gesagt, zur Obst-Gemüse-Zubereitung hätt‘ ich gern was gewusst.

      Ciao
      Frank

      • Achim sagt:

        Also das Ziel ist halt, dass der Kühlschrank ein bisschen so aussieht wie die Convenience-Abteilung im Supermarkt.
        So muss ich halt immer 2 Stunden nach dem Einkauf einplanen, um das alles zu verarbeiten, aber dafür hat man nachher schnell was zu Essen da.

        * Salat *
        Strunk abschneiden, einzelne Blätter 0,5 bis 1 Stunde einweichen. (Hat den Vorteil, dass welker Salat wieder fest wird.) Dann durch die Salatschleuder und in einer Salatschüssel mit dichtem Deckel im Kühlschrank. Da passt ein Kopf rein und die Blätter bleiben im Prinzip eine Woche lang frisch.

        * Sellerie *
        Blätter abschneiden (kann man trocknen und mit Salz verrühren). Die Stangen ein paar Stunden in Wasser stellen, falls sie etwas weich sind.
        Dann auf Stücke in gleiche Länge schneiden und Dosen oder Tüten in den Kühlschrank tun.

        * Zwiebeln *
        Hab immer ne Dose mit Zwiebelringen im Kühlschrank. Hab also keine halbe angetrocknete Zwiebel mehr rumliegen.

        * Paprika *
        Im Ofen auf der Grillstufe, bis sie schwarz sind. In kaltes Wasser, Haut abziehen und mit Öl in ein Glas füllen.

        * Kräuter *
        Pesto machen. Dill kann man z.B. mit Salz, Öl und Zitronensaft pürieren und in kleine Gläser abfüllen. Hält ewig. Mit Petersilie kann mans auch wie mit dem Salat machen.

        * Dips *
        Immer gut, wenn man Dips da hat für seine Karotten, Gurken und was auch immer.
        Mache regelmäßig Hummus. (Trockene Kichererbsen 30 min im Dampfkochtopf, dann mit Salz, Öl, Knoblauch, Tahina pürieren.)
        Hab auch immer saure Sahne da, mit Kräuterpesto und Zucker kann man sich schnell ne SourCream rühren.

        * Ananas *
        Schale ab, braune Punkte spiralförmig rausschneiden, in kleine Stücke und in Dosen in den Kühlschrank.

        * Erdbeeren *
        Alles, was man nicht sofort essen kann: Mit etwas Zucker pürieren und dicht verschlossen in den Kühlschrank. Hält deutlich länger als die einzelnen Erdbeeren. Kann man mit Joghurt oder Eis essen oder für Milchshakes..

        Naja, und dann noch diverse Sachen, die ich einkoche in Weckgläsern. z.B. Mais, Spargel, Pilze etc…

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